Ulrich Precht

Ist in der Partnerschaft mit Ehefrau Susi im gemeinsamen Atelier in Lauscha zur Zeit eher für das Dreidimensionale im Glas zuständig.

Seine aktuellen Schwerpunkte: Figuren und Glaskuben. Die Fotos zeigen beispielhaft aktuelle Arbeiten.

Japaner

Oben von links nach rechts: "Transformer", "Samurai III", "Präfekt II", "Mandarin IV und "Shogun II". Sandguss.


Moonrise

Oben: Moonrise. Sandguss.


Ganz aktuell von Ulrich Precht: Glaswürfel

Objekt Würfelb

Oben: Kubus. Kantenlänge ca. 14 cm. Es sei der Hinweis erlaubt, dass die Kuben "unendlich viel Aufwand" in Planung und Herstellung erfordern. Deshalb ist jetzt schon abzusehen, dass wir diese sehr begehrten Objekte nicht immer vorrätig haben werden können und dass die Preise deutlich oberhalb der oben abgebildeten Figuren liegen werden.

 

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Ein junger Tscheche

ist Thomas Brzon schon (noch). Aber "junger Künstler" hört sich so nach "Anfänger" und "Schnäppchen" an. Thomas Brzon ist weder (noch) unbekannt noch sind seine Arbeiten Schnäppchen. In den Kreisen der Kenner spricht man von ihm voller Hochachtung.

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Über die Filme

  • Published in Filme

Es gibt ca. 20 Glaskünstlerfilme von uns.

Diese entstanden, weil unsere Firma MEDIEN & MEDIZIN die Ausrüstung, die richtigen Mitarbeiter und wir - Monika und ich - die Leidenschaft zum Glas hatten. Hinter den Kameras - manche Filme wurden mit zwei oder drei Kameras aufgenommen - standen entweder wir oder Wolfgang, ein befreundeter Mitarbeiter.

Der Firmenname MEDIEN & MEDIZIN sagt schon, was wir EIGENTLICH machten: Nämlich Software, Internet und Filme zu medizinischen Themen. Also besaßen wir Kameras, Licht- und Tonequipment und Schnittcomputer - den Schnitt des gefilmten Rohmaterials machte fast immer Wolfgang.
Die Kameras waren fast immer von SONY. Aufgenommen wurden die ersten im DV-Format, spätere - als es das gab - in HDV. Als Schnittsoftware kam VEGAS zum Einsatz.

Und wir hatten einen anderen Freund ("Wesche", mancher wird ihn noch kennen), der für das Bayerische Fernsehen u.a. berühmte Filme über Glaskünstler, -macher oder -Galeristen aus dem Bayerischen Wald gedreht hatte. Mit dem wollten wir uns gar nicht messen.
Also haben wir etwas anderes gemacht. Wir sind zum Künstler gefahren und haben dem oder der gesagt, "kümmere Dich gar nicht um uns, wir sind gar nicht da. Gut, ab und zu eine Tasse Kaffee wäre nett, aber ansonsten sind wir eben nicht da. Einfach nur arbeiten...". Und wir haben mit den Kameras "draufgehalten" und Rohmaterial "gemacht". Klar, wir haben mit den Künstlern geredet, aber nicht für den Film.

In unseren Glas-Filmen wird nicht gesprochen, es gibt keinen erläuternden Kommentar und keine spannungstreibende Musik. Alles was passiert, ist das Glasmachen bzw. Glasbearbeiten. Außer bei Vladimir Klein. Der redet für und in die Kamera. Er hat aber auch etwas zu erzählen. Wenn Sie sich die Filme über und mit Vladimir anschauen, werden sie verstehen, was gemeint ist.

 

Der Luigi Camozzo-Film ist das genaue Gegenteil. Vor allem beim Dreh: Luigi Camozzo ist einer der berühmtesten Glasschleifer in Murano bei Venedig - Luigi spricht nur Italienisch, ich (der Kameramann) kein Wort Italienisch aber Englisch, das Luigi aber nicht versteht. Eigentlich kein Wort. Ab und zu war Luigis Assistentin (?) da, die war Italienisch-sprechende Amerikanerin und konnte ab und zu übersetzen. Aber das brauchten wir eigentlich gar nicht. Wir haben uns die drei oder vier Drehtage auch so prima verstanden - gingen mittags und abends gemeinsam zum Essen und machten schweigsame Ausflüge in die Lagune und nach Venedig. Perfekt.

Unsere Filme würden wahrscheinlich an jeder Filmhochschule "durchfallen". Aber wissen Sie was? Das ist uns egal. Die Filme erfüllen ihren Zweck - sie zeigen, wie Glasobjekte entstehen, wie Künstler mit dem Material arbeiten und vor allem, wie die Glasmacher der Eisch-Hütte mit den Künstlern und Künstlerinnen arbeiten und vice versa. In unseren Filmen arbeiten bekannte bis berühmte Künstler mit Handwerkern und Glasmachern zusammen. Perfekt. Und in dieser Zusammenarbeit entsteht ... Kunst.

QED

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Studioglas

Der folgende Text wurde von Wikipedia übernommen. Er stellt die Entwicklung der Studioglass-Bewegung v.a. der USA dar, nimmt dabei leider eine (allzu) SEHR auf USA/Westen fokussierte Sichtweise an. So werden die hochinteressanten Entwicklungen im „Ostblock“ (v.a. in der damailgen Tschechoslowakei) vollständig unterschlagen; DDR-Bürger Volkhart Precht wird nur in einem Satz erwähnt.


Zitat Anfang
 
Die Gründung der amerikanischen Studioglasbewegung wird auf das Jahr 1962 zurückgeführt, konkret auf zwei Workshops, die der Glaskünstler Harvey Littleton (1922–2013) im Toledo Museum of Art in Ohio durchführte. Er zeigte dabei, wie Glaskunst im eigenen Atelier, unabhängig von Glasmanufakturen, hergestellt werden kann.
Diese Bewegung hat internationale Künstler hervorgebracht, deren Werke aus Glas in Kunstmuseen auf der ganzen Welt zu sehen sind, wie im Corning Museum of Glass, Metropolitan Museum of Art in New York oder dem Victoria and Albert Museum in London.

Die Anfänge: Harvey K. Littleton

Harvey K. Littleton wuchs in Corning (New York) auf, einer Stadt, in der die Glasindustrie seit Mitte des 19. Jahrhunderts angesiedelt war. Sein Vater arbeitete als Physiker in der Forschungsabteilung der Corning Glass Works. Als College-Student nahm Littleton einen Sommer-Job bei Corning an und beobachtete die Handhabung von glühendem Glas. Im Jahr 1947 schloss er sein Studium an der University of Michigan im Hauptfach Industrial Design ab.
Am liebsten hätte er nun in den Corning Glass Works ein Labor eröffnet, in dem für alle anderen Abteilungen neue Techniken und Konzepte erprobt werden sollten. Doch die Firmenleitung lehnte seinen Vorschlag ab.
Littleton hatte die Vorstellung, dass neue Ideen und Produkte in der Auseinandersetzung mit dem Material entstehen sollten, dass die konkrete Handhabung von Glas den kreativen Prozess in Gang setzen würde. Die Firmenleitung blieb jedoch bei der traditionellen Auffassung, dass Design eine Schreibtischarbeit sei und die Designer nicht mit dem Material herumpfuschen sollten. Die Trennung von Design und Herstellung war die Regel. Die Designer machten ihre Entwürfe am Zeichenbrett, dann wurden diese in der Fabrikation von erfahrenen Glas-Arbeitern umgesetzt. Glas galt als industrieller Werkstoff, der nur im Umfeld von Anlagen bearbeitet werden kann.
Zunächst wandte sich Littleton enttäuscht vom Material Glas ab, das anscheinend keine individuelle Handhabung erlaubte, und wandte sich der Keramik zu. Sein Studium auf diesem Gebiet schloss er 1951 mit dem Master of Fine Arts ab. Er begann an der University of Wisconsin zu unterrichten. Im gleichen Jahr wurde das Corning Museum of Glass eröffnet. 

Workshop 1962

1957 reiste Littleton nach Europa, um dort die Herstellung von Keramik zu studieren. In Murano bei Venedig besuchte er zahlreiche Glasmanufakturen, versuchte sich selbst im Glasblasen und kaufte Werkzeug ein. Im Jahr 1959 baute er seinen ersten Glasofen.
Die Chance zur Realisierung seiner Vorstellungen erhielt er im Jahr 1962: Das Toledo Museum of Art ermöglichte ihm die Durchführung zweier experimental workshops, in denen die Teilnehmer Glas im Ofen schmelzen und sich als Glasbläser betätigen sollten. Die praktische Durchführung war aber kein Erfolg, da sie an technischen Problemen zu scheitern drohte. Einer der Teilnehmer war der Ingenieur Dominick Labino, der in der Glasindustrie als Leiter einer Forschungsabteilung tätig war. Er hatte Anwendungen von Glasfasern zur Hitze-Isolation für die Raumfahrt entwickelt. Mit seiner Hilfe wurde der Ofen verbessert, als Ausgangsmaterial stellte er industrielle Glasperlen mit tiefem Schmelzpunkt zur Verfügung. Damit wurde das Glasblasen im Workshop schließlich möglich. Die ersten Resultate waren zwar bei allem Enthusiasmus der Beteiligten kümmerlich. Aber der Beweis, dass Glaskünstler mit kleinen Schmelzöfen ihre individuellen Werke im eigenen Atelier realisieren konnten, war erbracht. 

Die Studioglasbewegung

In der Folge tat Littleton sein Bestes, um der neuen Bewegung zu Verbreitung und Anerkennung zu verhelfen. Er konnte Gelder frei machen und Kontakte zu Studenten und Künstlern herstellen. Als Professor an der Universität von Wisconsin führte er im Jahr 1963 den ersten Studiengang für Glas in den USA ein. Einer seiner Studenten, Marvin Lipofsky, leitete 1964 einen Studiengang an der Universität in Berkeley. Ein anderer Student, Dale Chihuly, heute ein internationaler Glaskünstler, studierte zunächst an der Rhode Island School of Design weiter und leitete später dort die Glas-Abteilung. 1971 war er an der Gründung der Pilchuck Glass School, Washington beteiligt.
In dieser Weise breitete sich die Studioglasbewegung in den USA aus und wurde im Laufe der 1970er Jahre zunehmend zu einer internationalen Bewegung. Glaskünstler konnten in den USA meist nur auf eine Vergangenheit industrieller Glasproduktion zurückblicken. Manche von ihnen reisten deshalb nach Italien, Deutschland, Schweden oder in die Tschechoslowakei, um sich mit der europäischen Tradition vertraut zu machen.
Littleton selber reiste noch im Jahr 1962 wieder nach Europa und besuchte in Deutschland Ende August das Städtchen Zwiesel, einem jener Orte im Bayerischen Wald, die wie das benachbarte Frauenau auf eine große Glasmacher-Tradition zurückblicken. Dort bekam er eine frei geformte Vase von Erwin Eisch zu sehen, was ihn veranlasste, Eisch sofort in Frauenau aufzusuchen. Dieser hatte im Betrieb seiner Familie, der Eisch Glashütte, schon seit den 50er Jahren versucht, seine eigenen künstlerischen Ideen zu realisieren, das heißt Glasobjekte, die nicht mehr den traditionellen Vorstellungen von Funktionalität und guter Form entsprachen. Nach dieser ersten Begegnung gab es zwei Jahre lang keinen Kontakt, bis Erwin Eisch im Jahr 1964 von Littleton die Einladung erhielt, in New York am ersten World Congress of Craftsmen (WCC) teilzunehmen. Es folgten weitere Besuche von Eisch in den USA, unter anderen als Gastprofessor an der Universität of Wisconsin. Auch reiste Littleton immer wieder nach Frauenau. Im Jahr 1965 baute Eisch im Erdgeschoss der Familien-Glashütte einen kleinen Studioglas-Ofen, der fast zehn Jahre lang benutzt wurde, nicht nur von Eisch selber, sondern von anderen Künstlern aus der Studioglasbewegung, vor allem aus den USA. Heute gilt Eisch als einer der Pioniere der europäischen Studioglasbewegung.

Ganz unabhängig von diesen Entwicklungen, und ohne dass man gegenseitig voneinander wusste, hatte Volkhard Precht 1963 in Lauscha in der DDR den ersten Studioglasofen Europas gebaut.

Dale Chihuly reiste im Jahr 1968 nach Venedig und lernte in der Glasmanufaktur Venini in Murano die Glaskreation im Teamwork kennen. Die Art und Weise, wie mehrere Glasfachleute an der Entstehung eines Glaskunstwerkes beteiligt sind, praktizierte er in seinem eigenen Studio in den USA. Sam Herman, ein Schüler von Littleton, gilt als einer der Begründer der Studioglasbewegung in Großbritannien. Anfang der 1970er Jahre brachte er mit der Einrichtung einer Glasabteilung am Royal College of Art in London das Studioglas in die Hochschulausbildung ein. 1974 zeigte er in Stuttgart seine erste, von Wolfgang Kermer kuratierte Einzelausstellung in Deutschland. In Frankreich begann Mitte der 1970er Jahre Claude Morin mit einem selbstgebauten Ofen in Dieulefit zu experimentieren.
Museen begannen, sich für die neue Glaskunst der Gegenwart zu interessieren. Einen wesentlichen Beitrag, die Studioglasbewegung in Europa bekannt zu machen, leistete 1972 die Schau Glas heute – Kunst oder Handwerk im Jahr 1972 im Museum Bellerive in Zürich. Am zugehörigen Symposium nahmen u. a. Harvey Littleton, Erwin Eisch und Dale Chihuly teil.

Die Anfänge der Studioglasbewegung und ihre internationale Entwicklung dokumentiert die Schenkung Wolfgang Kermer im Glasmuseum Frauenau.

Zitat Ende
 
Ergänzend sei zumindest das tschechoslowakische Künstlerehepaar Stanislav Libenský und Jaroslava Brychtová erwähnt. Die beiden sind zeitgenössische Kunstschaffende. Ihre Werke sind in vielen wichtigen Sammlungen moderner Kunst zu finden, wie dem Metropolitan Museum of Art und dem Victoria & Albert Museum. Libenský und Brychtová haben schon auf der Weltausstellung 1958 Studioglas-Elemente präsentiert, die später als zoomorphic stones in die Kunstgeschichte eingingen. Libenský war neben seiner außergewöhnlichen künstlerischen Leistung ein begnadeter akademischer Lehrer, aus dessen Schule viele der wichtigsten kontemporären tschechischen Studioglaskünstler und -Künstlerinnen hervorgingen, unter denen Vladimir Klein eine herausragende Stellung einnimmt.
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Wilfried Markus


Mit Wilfried Markus setzte die Glashütte Eisch die Reihe renommierter Glaskünstler, die am Artistin Residence-Programm teilnahmen, im Sommer 2007 fort. Der gelernte Glasapparate- und Glasbläser hat dabei in der Glashütte aus Glasstäben und –röhren kleine Schätze und wundervoll fragile Wesen geschaffen.
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