Gerhard Ribka

Er lernte Kunstglaser, traf auf Hans Gottfried v. Stockhausen, bekam die Chance nach England zu gehen, ins Royal College of Art und andere, nahm Kurse in den USA, übte bei Harvey Littleton Vitreographie, hielt freundschaftliche Verbindung zu v. Stockhausen, der anerkennen musste, dass Ribka mit seiner eigenen gestaltenden Arbeit wächst. Er schuf Zeichnungen, Drucke und plastische Arbeiten.

Gut, er ist jetzt selbst Lehrer, aber für seine künstlerische Entwicklung, musste er erst einmal das Gelernte abschütteln, seinen ‚Handwerkskater’, wie er es nennt. Zeichnen und malen blieben ihm und er erkannte das sinnliche Erleben von Farbe und Licht auf und in dem Glas, das auf dem Zauberstoff eine Steigerung erfährt.

Auf dem Papier geht es schneller als auf dem Glas, aber wie diese Ausstellung zeigt, hat er sich auch im Glas ‚beschleunigt’, trägt darauf Farben auf und graviert mit zauberschnellem Graviergerät.

Erwin Eisch liebt Begriffe wie Frechheit und Mut, da sie elementare Kräfte in Bewegung setzen. Gerhard Ribka bewundert ihn, und lernt durch ihn, (das war 1985 hier in Frauenau) wie wichtig das Spielerische ist, eine Freiheit etwas zu tun ohne zwingendes Ziel.
‚Bilder’, sagt Ribka. ‚müssen nicht immer eine Geschichte erzählen’. Und weiter: ‚Bilder sind Bilder, über die man nur bedingt reden kann, sie erschließen sich vornehmlich auf Wegen, die für Wörter nicht zugänglich sind’. Wir wissen, dass ein Künstler nur malen kann, wie er etwas sieht. Bei dieser schöpferischen Arbeit verfällt er einer einsamen Kunst, die nicht erklären, sondern das Geheimnis stehen lassen will.

Schauen Sie sich die Dinge hier genau an: Manche scheinen auf Papier, andere auf Glas gemalt zu sein oder graviert? Da sind seine täglichen Skizzen, aber auch sorgfältig ausgearbeitete Bildübertragungen. Immer schwebt da ein Zauber, ein Lächeln mit.
Und vielleicht das Wichtigste: Gerhard Ribka ist ein Poet.

‚Dann legte er sich auf sein Bett und im Zimmer wurde es langsam dunkler. Er schaute auf die Decke und nach einer Weile konnte er Pferde und Reiter, Berge, Bäume und das Meer sehen.’ Gernot H. Merker