Mark Angus

Angus04 1000Im Rahmen des Artist in Residence-Programmes bemalte Mark Angus u.a. die Innenseiten dünnwandiger Schalen, sogenannter "Mäntel" mit hochhitzebeständigen Farben. In die bemalten und wieder erhitzten Glasmäntel blies ein Glasmacher erneut Glas ein und formte das Ganze an der Glasmacherpfeife zu Vasen und Tellern.


 
Die Malerei wurde ins Glas eingeschlossen, verzerrte und verzog sich durch das Blasen und "Auftreiben" des Glasmachers: Die Ergebnisse spielen mit dem Zufall, sie sind – wie Engel eben sind – schemenhaft und unberechenbar.
 
Die Glasbilder, die er in Frauenau ausstellte, reflektierten ein Lebenswerk, das auf der Suche ist nach dem Wunderbaren, auch dem Rätselhaften, den Grenzbereichen des Lebens – ob er sich mit seinem Lieblingsthema, dem Engel, beschäftigt, oder aber mit zutiefst menschlichen und zwischenmenschlichen Themen.
Mark Angus benutzte mundgeblasenes, farbiges Flachglas ebenso wie transparentes Fensterglas, seine Scheiben wurden bemalt, vergoldet, geätzt, gebeizt oder auch mit Gravur und Scraffito gestaltet und anschließend in traditioneller Manier verbleit – oder auch mit Draht zu kleinen Glasgebinden verschnürt.
 
In der Hütte entstanden: Engelvasen. Eine kleine Auswahl
Hinweis:
Die Vasen haben identische Maße
     
Mark Angus bei der Arbeit
Mark Angus hat das Artist-in-Residence-Programm für die Glashütte Eisch selber entwickelt und schloß als fünfter internationaler Künstler in zwei Jahren die erste Programmphase ab.
Engel sind Lichtwesen
Botschafter zwischen Himmel und Erde, Begleiter durch die Untiefen des Lebens – die wir dennoch kaum jemals zu sehen bekommen. Es sei denn als verwischte, verzogene Gestalten, die sich schnell wieder verzogen haben, vielleicht auch langfristig verzogen bleiben. Und wer sagt, dass diese launischen Geschöpfe nicht auch recht verzogen sind? Die verzogenen Engel geleiten als rätselhafte Wesen durch eine Ausstellung, in der es allerhand zu entdecken gibt.