Vladimir Klein

Vladimir Klein darf sicherlich als einer der Ganz Großen der internationalen Studioglas-Szene bezeichnet werden. 

Er setzte als Artist in Residence die Reihe renommierter Glaskünstler wie Jack Ink, James Vella und Nicolas Morin, die bereits am AiR - Programm teilnahmen, fort. Der tschechische Glaskünstler hat im Rahmen des Artist in Residence-Programmes seine Vorstellung einer neuartigen Oberflächenstruktur in der Glashütte Eisch umgesetzt. Mit gegossenen und geblasenen Glasobjekten - bearbeitet an Flachscheiben und Schleifmaschinen, ergänzt durch Diamantsäge und die bildhauerische Bearbeitung mit dem Hand-Winkelschleifer, zelebrierte er auf vielfältige Art und Weise die Arbeit mit dem kaltem Glas im Allgemeinen und dem Glasschliff im Besonderen.
ie Arbeit Vladimir Kleins können interessierte Zuschauer unter "Glaskünstlerfilme" übrigens online auf dieser Website anschauen.
 
Für die Realisierung seiner Projekte standen Vladimir Klein alle technischen und künstlerischen Dienste der Hütte zur Verfügung.

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twins 800Geboren wurde Vladimir Klein 1950 im slowakischen Komárno. Vladimir Klein ist einer der Vorreiter der tschechischen Glasbewegung, die ihren Ursprung 1970 in der Ausstellung im Prager Mánes hatte und die erstmalig Glasplastiken aus geschliffenem optischem Glas herstellte.

In Vladimir Klein vereinigen sich sowohl die Fähigkeiten der fundierten handwerklichen Glasbearbeitung, als auch das künstlerische Talent des Bildhauers. Voraussetzung für diese kreative Verknüpfung war seine Ausbildung an der Glasfachschule in Kamenický Šenov (CZ) sowie an der Hochschule für angewandte Kunst in Prag im Atelier von Professor Stanislav Libenský.

Nachdem Klein die Hochschule 1975 abgeschlossen hatte, arbeitete er mit industriellen Produktionsstätten, wie den Glashütten Kavalier und Sázava, zusammen. In den Jahren von 1977 bis 1985 lehrte Vladimir Klein als Professor an der Glasfachschule in Kamenický Šenov, wo er im Anschluss auch fünf Jahre als Direktor tätig war. In der ersten Hälfte der neunziger Jahre lehrte Klein am Toyama City Institute of Glass Art in Japan und erhielt dort für sein Schaffen mehrere Auszeichnungen.

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Nach dieser Zeit in Japan beschloss er, seine Erfahrung auf dem Gebiet des Industriedesigns nutzvoll einzubringen und wurde 1997 leitender Designer der Glasfirma Crystalex Bohemia im nordböhmischen Nový Bor. In Frauenau hat er diverse Schleifkurse im Rahmen der Bild-Werk Akademie abgehalten und war einer der 7 Meister bei den Europäischen Meisterklassen anläßlich des 7. Glassymposiums 2006.

Zahlreiche Einzelausstellungen in Europa, den U.S.A. und Japan in den Jahren von 1977 bis heute, sowie Artist in Residence in Mino-shi (Japan), ergänzen sein künstlerisches Schaffen. Er ist vertreten in der laufenden Ausstellung "7 European Masters in Glass" im Glasmuseum Frauenau und war Teilnehmer der Ausstellung zum Coburger Glaspreis 2006.

Seine Werke sind in zahlreichen tschechischen und internationalen Sammlungen und Museen, wie der Kunstsammlung der Veste Coburg, dem Kunstgewerbemuseum in Prag, dem Glasmuseum von Nový Bor, sowie dem Corning Museum of Glass in New York, dem Musée des Arts Décoratifs von Lausanne und dem Suntory Museum in Tokio vertreten.

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Vladimir Klein schuf architektonische Arbeiten für öffentliche Gebäude in verschiedenen Ländern Europas und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, so 2003 den 1. Preis in Munster beim Wettbewerb Glasplastik und Garten. Ziel des Künstlers ist es, den Werkstoff Glas zu einem gleichrangigen Partner neben den klassischen Materialien der freien Plastik zu machen und die traditionelle Grenze zwischen Kunst und Kunsthandwerk aufzuheben